Pressemitteilung | 16. Juli 2026
Positionierung des Vereins „Gemeinsam für Oldenburg“ zur Debatte über verkaufsoffene Sonntage
Verein fordert einfachere, rechtssichere und bürokratiearme Regelungen
Der Vorstand des Vereins „Gemeinsam für Oldenburg e. V.“ (GfOL) begrüßt die aktuelle, bundesweite Debatte über eine Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten sowie die Forderung der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) nach mehr Rechtssicherheit für verkaufsoffene Sonntage. Die Diskussion greift zentrale Punkte auf, die auch im Rahmen eines Austauschs mit dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Olaf Lies im Mai dieses Jahres in Oldenburg intensiv erörtert wurden. Dabei hatten Vertreterinnen und Vertreter des Vereins gemeinsam mit Handel, Verbänden, Verwaltung, Politik und Standortmarketing die bestehenden Herausforderungen der aktuellen Rechtslage sowie den Bedarf nach verlässlicheren Rahmenbedingungen gegenüber dem Ministerpräsidenten deutlich gemacht.
[Pressemeldung vom 13. Mai 2026]
Aus Sicht des GfOL e.V. geht es in erster Linie nicht um eine Ausweitung der Anzahl verkaufsoffener Sonntage in Oldenburg – aktuell vier pro Jahr und Verkaufsstelle. Der Verein fokussiert seine Bestrebungen darauf, die rechtlichen Voraussetzungen zu vereinfachen und bürokratische Hürden abzubauen.
„Für Oldenburg stehen nicht mehr Sonntage im Vordergrund, sondern der Wunsch nach mehr Handlungsspielraum, um für alle Beteiligten Planungssicherheit zu schaffen. Deshalb begrüßen wir jede Initiative, die zu klareren und einfacheren Rahmenbedingungen führt“, sagt Stefan Dieker, erster Vorsitzender des Gemeinsam für Oldenburg e.V.
Bereits im Gespräch mit Ministerpräsident Olaf Lies hat der Verein darauf hingewiesen, dass speziell der erforderliche Anlassbezug und die unterschiedlichen rechtlichen Auslegungen zu erheblicher Unsicherheit führen. Besonders Verkaufsstellen außerhalb der Innenstadt sind hiervon betroffen, da die sog. anlassgebenden Veranstaltungen vornehmlich im Stadtzentrum stattfinden und die Hürden für eine Genehmigung unter der aktuellen Regelung hoch sind.
Gleichzeitig sieht der Verein die Notwendigkeit, die gesetzlichen Grundlagen an die veränderten Konsumgewohnheiten anzupassen.
„Grundsätzlich begrüßen wir jede Debatte, die zu einer Modernisierung des Ladenschlussrechts beiträgt. Ob gesetzliche Anpassungen oder weitergehende Reformen beschlossen werden, ist Aufgabe der Politik. Entscheidend ist aus unserer Sicht, dass am Ende ein rechtssicherer, verständlicher und pragmatischer Rahmen entsteht, der den stationären Handel gegenüber dem Onlinehandel nicht zusätzlich benachteiligt“, erklärt Christoph Baak, der zweite Vorsitzende des Vereins.
„Die Diskussion auf Bundesebene bestätigt viele der Punkte, die wir bereits im Austausch mit Ministerpräsident Olaf Lies angesprochen haben. Wir werden uns auch weiterhin für praktikable Lösungen einsetzen, die den Wirtschaftsstandort Oldenburg stärken und gleichzeitig verlässliche Rahmenbedingungen für alle schaffen“, so Dieker abschließend.